"Stimmen des Nordens" findet eine weitere Fortsetzung mit dem Talk-Format "Tiedemax", in dem Carlo von Tiedemann und Max-Fabian Wolff-Jürgens generationsübergreifend mit Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Gesellschaft über Themen sprechen, die besonders heute, in Anbetracht einer drohenden Spaltung der Gesellschaft, Bedeutung haben. Erster Gast:

Micaela Schäfer

"Nackte Tatsachen - Von erotischer Aktionskunst bis zu Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus

Von links: Max-Fabian Wolff-Jürgens, Annkathrin Kammeyer, Carlo von Tiedemann, Micaela Schäfer

Überraschungsgast Annkathrin Kammeyer, bereits in der zweiten Legislaturperiode jüngste Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft

 

Hamburg, 1. Juli 2016: Micaela Schäfer, bekannt als Erotik-Model und durch ihre Auftritte in Reality-Shows bei Heidi Klum und im "Dschungelcamp", war erster Gast des neuen Talk-Formats "Tiedemax".

Unter dem Titel "Nackte Tatsachen - Von erotischer Aktionskunst bis zu Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus" stellte sie sich den Fragen von Kultmoderator Carlo von Tiedemann und Max-Fabian Wolff-Jürgens. Im Sommer des vergangenen Jahres hatte der Schauspielschüler die große Initiative "Stimmen des Nordens" ins Leben gerufen, die mit großer Beachtung der Medien in der Schule für Schauspiel verkündet wurde. Insgesamt haben sich im Rahmen der Aktion seitdem über 100 Prominente aus Politik, Kultur und Gesellschaft mit Video-Botschaften gegen Rassismus und für die Integration von Asylsuchenden eingesetzt. Darunter - wohl für viele überraschend - auch Micaela Schäfer, deren Statement eine klare Aufforderung war: "Schützt die Flüchtlinge und bietet den Neonazis Paroli. Unterstützt uns im Kampf gegen Fremdenhass!" Dafür wiederum bekam sie auf Facebook und Youtube hunderte von Hass-Kommentaren. Die harmloseren waren "Linke Nutte", "Tittentrulla" oder "Einfach nur blöd und krank im Kopf ". Das allerdings bestärkte sie, noch deutlicher gesellschaftspolitisch Position zu beziehen.

In einem Gespräch mit APROTO, das auf der Webseite des Vereins zu sehen ist, berichtet sie über persönliche Erfahrungen, die sie in ihrer Kindheit als Halb-Brasilianerin mit Rassismus gemacht hat, über ihre Ängste schon als elfjähriges Mädchen vor Krieg und Neonazis und ihr Unverständnis darüber, dass zu viele Menschen nicht oder nicht ausreichend informiert sind über die Geschichte des Nationalsozialismus. Micaela appelliert insbesondere auch an junge Menschen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und so unsere Demokratie zu stärken. „Ich engagiere mich immer, wenn man mir die Chance gibt“, sagt sie. "Und ich finde es sehr traurig, dass viele Menschen mir das nicht zutrauen, nur weil ich Nackt-Model bin!“

Als Überraschungsgast kam in der zweiten Hälfte der Talkrunde Annkathrin Kammeyer dazu, die bereits in der zweiten Legislaturperiode jüngste Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft ist.

Die Gesprächsrunde, die professionell von Studenten des Studiengangs Digitale Medienproduktion der Hochschule Bremerhaven aufgezeichnet wurde, ist demnächst im Youtube-Kanal von "Stimmen des Nordens" zu sehen.

 

 

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